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Servus aus dem Wald/4

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    • Servus aus dem Wald/4

      Hallo miteinander,

      ich bin der Jochen und wohne derzeit in einer ziemlich stillen Gegend im Norden Österreichs, nahe der tschechischen Grenze.

      Als Halbwüchsiger bin ich mit einer mehr lauten als schnellen Zündapp herumgefahren und hab das Motorradfahren danach bleiben lassen. Mangels Geld, das wurde für andere Dinger gebraucht.

      Vor etwa 5 Jahren hab ich mir dann aus einer Onlineanzeige heraus eine gebrauchte 996er (die wollte ich immer schon haben, wegen der besonderen Mono Schwinge) gekauft und war glücklich.

      Gefahren bin ich damit manchmal wie ein Depp, es überkommt einen halt. Besonders auf der Geraden schnell immer mit Blick auf den Tacho und in den Kurven nicht immer perfekt, eher gefährlich. Zu spät angebremst, verschätzt.
      Glück gehabt. Das ist mir dann sogar mal selbst aufgefallen. Deswegen habe ich mir beim österreichischen Automobil und Touring Club - meiner ursprünglich irrtümlichen Einschätzung nach eine glaublich biedere Vereinigung für eher alte Leute - mal einen Motorradkurs vergönnt. Der hiess "Dynamik Training" und hat mir nicht nur meine Grenzen aufgezeigt sondern auch meine Selbstüberschätzung und mein Unwissen. "Motorrad in die Kurve drücken" war hier so eine der Anforderungen, die ich nicht mal kannte. Dafür hätte ich zuerst die Vorstufe "Aktiv Training" buchen sollen. War aber aus Terminkollisionen nicht möglich. Hab ich dann nachgeholt und dabei z.B. Druck aufbauen beim Anbremsen gelernt, bevor man den Hebel durchreisst.
      Danach kam das "Speed Training", weil man dort Knie schleifen lernt. Tolle Instruktoren, sehr lehrreich.

      Geläutert und zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer hab ich mir in der Folge dann ein Rennstreckenwochenende bei einem der vielen Veranstalter gebucht. Ungestraft Vollgar fahren. Eigentlich verpflichtend. Natürlich war ich vom Ringfahren sofort infiziert. Der zweite Tag dort mit vorgeheizten Slicks brachte irrsinnig eindrückliche Momente in schrägliegender Kurvenfahrt, stolz durchgewetzte Knieschleifer und ein überfordertes Federbein, das mich nach 3 Runden wie ein Schaukelpferd um den Ring hoppeln liess ("was ist denn los?? was ist das??")
      Nachdem man mir Druck-, Zugstufen und deren Funktion am Federbein erklärt hatte, ich selbige Regler am Sachs Federbein aber nicht entdecken konnte, erkundigte ich mich mal nach den Kosten für ein sogenanntes Öhlins Federbein.
      Dazu hab ich dann mal nach Empfehlung eine brauchbare Gabel addiert und war preislich ungefähr bei 4.000 Euro. Also knapp dort, was die 996er damals gekostet hat.
      Zufällig gab es im Netz eine am Stand umgekippte 999er Ducati in S Version um das selbe Geld, mit Öhlins vorne, hinten und an der Lenkung. Also hab ich schnell umgesattelt, von schönem Rot in schrilles Gelb, dafür jedoch mit der nötigen Technik.
      Dieses für mich damals perfekte Ringmotorrad hat einen plötzlichen Regenguss leider nicht überlebt. Beim Anbremsen zur Boxenausfahrt abgeschmiert, abgefangen, highgesidet, abgeworfen. Ein paar Stunden später wusste ich: "Jochen, Du bist womöglich zu blöd zum Motorradfahren, besser lässt Du es bleiben".
      Diese Erkenntnis hielt fast so lange, wie der Gips an meiner beiden Hände . Mit Abstand betrachtet war mir klar: Mit ABS wäre mir das nicht passiert. Also habe ich dann mein Konto etwas überzogen und eine 899 gekauft (mit ABS!).
      Die 899 war wunderschön, deswegen auch auf der Straße zum Herzeigen genutzt, für Ringwochenenden etwas umgebaut (Spiegel und Kennzeichen runter, andere Räder drauf) und montags wieder rückgebaut für die Schaufahrten.
      Aber: nicht Fisch und nicht Fleisch. Mit der 899er gab's am Ring nicht wirklich eine passende Klasse, kaum Mitbewerber an denen man sich anhalten konnte und ringtaugliche Umbauten kosten bei Ducati ein kleines Vermögen. Wohingegen Touren mit der Freundin am Sozius alles andere als gemütlich sein können (kleiner, unbequemer Sitz und ziemlich viel Gewicht an den Handgelenken).
      Heuer hab ich mich endlich durchgerungen und das Bike gesplittet: Den Verkaufspreis in eine dicke Kuh mit breiter Sitzbank für die Straße und eine gut ausgestattete R1 RN19 für den Ring investiert.

      Momentan fühl ich mich noch wie ein kleiner Bub knapp vor Weihnachten, der die vertseckten Packerl schon gefunden und geöffnet hat, aber damit noch nicht spielen darf.
      Ich hab eine Riesenvorfreude mit der R1, weil ich von anderen Ringfahrern schon gehört habe, wie schön leicht diese durch Kurvenwerk zu winkeln sein soll und weil ich mit ihr endlich auch mal was konkurrenzfähiges habe, um mit den großen Jungs mitzuspielen und zu lernen.

      Die Yamaha R1 finde ich nach meinen ersten Schraubereien recht schlüssig und attraktiv. Kann mir gut vorstellen, dass ich dabei bleibe.

      ... es war gerade Zeit, wenig zu tun und Laune, darum der lange Monolog :rolleyes: ... aber die Mama hat gesagt, wenn man wo neu hinkommt, dann soll man grüßen und sich vorstellen - war eh schon spät dran :saint:

      Liebe Grüße an alle, die ähnlich empfinden :D
    • Tolle Vorstellung :) :welcome03: und viel Spaß bei uns Jochen :)

      Rudi , Region Hannover96
      Since 1979 :
      Yamaha RD 50 , Yamaha DT 50 , Zündapp KS 50 WC , Yamaha RD 250 , Suzuki GSX 400 , Yamaha XS 650 , Yamaha XT 500 , Suzuki GSXR 750 , Suzuki SV 1000 S , Honda 900 Hornet , Honda Fireblade 900 , Suzuki GSX 600 F, Suzuki GSXR 600 , Yamaha R1 RN 09/2002 , Yamaha FZ 1 , Yamaha R1 RN 22 ,Yamaha R1 RN09 /2003 . Aktuell : Aprilia 125 Scarabeo , NSU Quickly 1956, Piaggio Sfera50 und Yamaha FZ 1 Fazer .
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      Habt Dank für das überaus herzliche Willkommen.

      Es hat scheinbar auch Vorteile, wenn man noch nicht bekannt ist ;)

      Hab heute mein Fahrwerk serviciert und teilereneuert zurückbekommen (per Post zu PEMA-MT Fahrwerkstechnik in Oberösterreich gesandt), hat nicht mal eine Woche gedauert ... jetzt muss ich dann mal die R1 wieder zusammenbauen ... ist ziemlich reduziert das Ding im Moment .... irgenwo muss auch noch ein Bild sein, wie sie zusammengesetzt aussehen soll ....
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