Hindernis in der Kurve

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    • Hindernis in der Kurve

      Hallo Leute,

      ich habe ein Problem in Kurven. Es kommt hin und wieder vor, dass ich beim Durchfahren von Kurven auf ein langsameres Fahrzeug auflaufe.

      Beim Durchfahren habe ich das Gas geöffnet, beschleunige aber nicht. Wenn cih auf das Fahrzeug auflaufe und vom Gas gehen muss dann kann ich die Situation nicht richtig kontrollieren.
      Hat jemand Tipps wie man sowas händelt?
      Meine May

      "Stay On The Bike" (Brad Pitt)
    • Ist mir auch schon öfter genau so passiert. Als erstes mach ich dann Gas zu Bremse und versuch im gleichen Moment in Schräglage zu bleiben und dabei zu schauen ob vor dem Auto was kommt . Wenn nicht einsehbar ist versuche ich trotzdem links am Auto vorbei zu kommen .
      Da es aber auch zum Teil am reifen oder Fahrzeug Einstellung liegt versuche ich genau keine Vollbremsung da dann sich Moped meist aufstellt dabei und nur noch grade aus will .

      Es ist aber von Situation abhängig was da Grade am besten ich schaffen könnte.


      Aber aus genau Diesen Grund fahr ich keine Nordschleife mehr da es ein Bus rechts war und ein DB w124 links daneben mit Opa und Oma drin gemütlich über NBR fuhren wo nur noch Mitte durch übrig blieb oder absteigen über Leitplanke .
      Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, daß man Recht haben und doch ein Idiot sein kann
    • Ich wäge dann immer ab, entweder bin ich schon so weit aus der Schräglage raus und am rausbeschleunigen, kann den Verlauf und Gegenverkehr einsehen, sodass ich überholen kann, oder die andere Option ich gehe langsam vom Gas, richte die Karre auf und fange dann an zu bremsen, allerdings lasse ich es niemals dazu kommen, dass es eng wird, ich gehe lieber früher vom Gas, wenn ich sehe das es eng werden könnte.
      Sporadicly Insane
    • Was ich jedem nur empfehlen kann ist das Buch Motorradtraining alle Tage. Es ist jetzt nicht genau dein Problem beschrieben, aber es steht allgemein sehr viel über große und kleine Baustellen drin die jeder Hobbyfahrer mit sich rum schleppt. Beispielsweiße die richtige Linie für's Landstraßen fahren, bremsen in Schräglage usw. Zu jedem Kapitel und Thema gibts dann noch super Übungen mit Übungskarten für unterwegs oder kleinen Reminder-Aufklebern.

      Bin mir sicher das dein Problem sich mit Kombinationen aus verschiedenen Übungen/Tipps in wohlwollen auflöst =)
    • @Marshel das Buch werde ich mir mal angucken!

      Einen entsprechenden Sicherheitsabstand lasse ich auch zu den Fahrzeugen. Es macht mir ebenfalls nichts aus in Schräglage zu bremsen. Die Bremsen, das Fahrwerk und meine Übung geben das her...und in der Regel ist der Grip auch entsprechend, dass es da keine Problemchen gibt.
      (Ich übe jedes Frühjahr das Bremsen und das Bremsen in Schräglage und auf der BRemse in Schräglage bringen.)

      So lange das alles ein flüssiger ÜBergang ist, ist das auch kein PRoblem. Aber die Fahrzeuge die auftauchen bringen halt den Fluss durcheinander...
      Meine May

      "Stay On The Bike" (Brad Pitt)
    • Also ich würde ein fahrsicherheitstraining wegen Bremsen ,ausweichen in Schräglage und blickführung empfehlen und dann solltest du vielleicht noch vorausschauender fahren...Meist sieht man von weitem noch das Heck von einem vorrausfahrenden. Deshalb immer soweit wie möglich nach vorne schauen. ....machen die in der motogp übrigens auch.
    • ISt ein guter Ansatz.
      Um ehrlich zu sein ist das aber überhaupt nicht mein Problem. Ich bin nicht unbedingt ein schneller Fahrer, aber ein Perfektionist was das Anfahren der Kurven angeht, Blickführung und mein Favorit natürlich die BRemse (daher auch 2x BF wechseln pro Saison; @Eugen welß was ich meine). Aber klar...ich setze mich kritisch mit meinen Schwächen auseinander und dazu gehört zu spät am Gas zu sein und manchmal erwische ich mich wie ich verkrampfe an den Händen. Besonders an Tagen wo mein Rücken mal nicht so 100% mitspielen.
      Ich arbeite daran...
      Meine May

      "Stay On The Bike" (Brad Pitt)
    • Ich arbeite einfach mit dem Oberkörper bzw. der Gewichtsverlagerung.
      Meist fährt man ja recht gerade auf dem moped wenn man nicht gerade hangoff fährt oder am ballern ist.
      Muss ich nun überraschend die Kurve zu machen, gehe ich sofort mit dem Oberkörper tief ins Kurveninnere. Somit ist ein kleinerer Radius bei gleichem Tempo und gleicher Schräglage möglich.
      Das ganze geht natürlich auch beim Bremsen in Kurven.
      Durch das gleichzeitige Verlagern des Schwerpunktes nach unten und innen gleicht man das Aufstellmoment beim Bremsen aus, kann die Schräglage verringern und hält trotzdem den radius und somit die Linie.
      Natürlich ist Vorsicht an der Bremse geboten.

      Gesendet aus meiner Hand mit einem Chinahandy via :)
      Schutzengel?!? Uns sitzt der Teufel im Nacken! :az:
    • Das hatte ich bisher ein mal, das in einer uneinsichtigen langen Kurve ein Traktor mit 20-30km/h vor mir war. Ich natürlich mit ~140 angeflogen und die einzige Möglichkeit war links vorbei oder in die Begrünung. Zum Glück kam nichts... Seitdem bin ich vernünftiger.

      Demenstprechend einfach immer so fahren das du im Notfall noch rechtzeitig bremsen kannst und in allen Kurven, auch wenn du sie auswendig kennst, wo du nicht bis zum Ausgang siehst gemäßigt fahren.

      Lg
    • Einerseits ist das, wie selbst erfahren, auch ein Ding der Übung. Nicht umsonst gibt es jedes Jahr am Saisonanfang immer wieder Unfälle, da man über den Winter vieles verlernt.
      Ich finde es auch gut, zum Beispiel mit Hilfe von "Lehrbüchern", Stück für Stück an seinen Schwächen zu arbeiten und diese zu bearbeiten.
      Also wirklich mal eins rauspicken und dran rum feilen.
      Tips und Ratschläge sollte man zumindest in Betracht ziehen! Es wird immer einen geben der etwas besser kann. :o
      ABS, UBS, Lift-control, Launch-control, Traction-control, Slide-control, Self-control :D :readgay:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stone ()

    • Also wie ich das lese, hast Du aber ja tatsächlich ein Problem mit Bremsen in Schräglage.
      Oder mit dem Thema Sicherheitsabstand ?!

      Sollte das Problem der Abstand sein ..... mach ihn grösser ;)
      Sollte es das Schräglagenthema sein .... üben auf Rennstrecke, man glaubt nicht, wie tief man reinbremsen kann, wenn man da nicht öfter gefahren ist und das erlebt hat.
      Das Reh springt hoch, das Reh springt weit,
      wieso auch nicht, es hat ja Zeit.

    • Nach Deiner Schilderung der Ausgangssituation, ohne nötige Vollbremsung in Schräglage, übe, weiter in die Kurve zu schauen
      Das beste Negativbeispiel war jemand, der in einer Applauskurve linksrum nicht rechtzeitig - obwohl offensichtlich - gesehen hat, dass ein anderer, links abbiegend (Richtung Parkplatz) und den Gegenverkehr abwartend, in der Kurve rum stand. Dazu kam noch, dass er generell zu weit innen war und dann "plötzlich" vom Hindernis überrascht wurde, ausweichen musste und glimpflich in der Leidplanke endete.

      Er hätte das "Hindernis" deutlich früher sehen und reagieren können - und wäre gemütlich Gas aufziehend dran vorbei gedüst...

      Wenn das Gas nur "anliegt" und Du langsamer machen musst, ist der Lastwechsel ja beim erstmal "rollen lassen" ja nicht so dramatisch, als das plötzlich alles schief geht. Ich glaube 'Zeit' hilft hier am meisten.
    • RRudi schrieb:

      Also wie ich das lese, hast Du aber ja tatsächlich ein Problem mit Bremsen in Schräglage.
      Oder mit dem Thema Sicherheitsabstand ?!

      Sollte das Problem der Abstand sein ..... mach ihn grösser ;)
      Sollte es das Schräglagenthema sein .... üben auf Rennstrecke, man glaubt nicht, wie tief man reinbremsen kann, wenn man da nicht öfter gefahren ist und das erlebt hat.

      Das bremsen üben steht für für mich in OSL an. Ich hab jetzt schon ein bißchen Angst. :D
      ABS, UBS, Lift-control, Launch-control, Traction-control, Slide-control, Self-control :D :readgay:
    • pauschal kann man hier nichts zu sagen

      kommt immer auf die aktuelle Situation an .. wie ist der Kurvenradius, wie schnell ist man, wie schnell kann ein Hinderniss auftauchen und wie einsehbar ist das ganz ...

      man kann mit 80 sachen schon in bremsliche Situationen kommen oder auch mit 150 .. schwierig was hier zu sagen


      habe es auch schon gehabt, dass auf der Hausstrecke plötzlich ein Strohballen da gelegen hat dem man noch ausweichen konnte und 20m weiter stand schon der Traktor der gesehen hat, dass er seine Ladung verliert
      da war es auch nur noch so "links vorbei"

      gutes Buch wäre auch "Die obere Hälfte des Motorrads" wobei mein Resümee von dem Buch eigentlich war ... die Wahrscheinlichkeit dass hinter der nächsten Kurven ausgerechnet bei einem selbst an dem Ort zu dieser Uhrzeit was nicht kalkuliserbares passiert ist gleich null .. also bei mir hats eher den Effekt gehabt "hirnloser" zu fahren anstatt defensiver :D

      aber ja, vorausschauend fahren, sehr wichtig .. wenn wir zu dritt sind (ich hinten) schaue ich meist auf den ersten und nicht den in der Mitte .. ebenso sagt man ja auch, wenn man in eine Kurve rein fährt und man schaut vor sich auf den Asphalt, macht dass mal null sinn, denn wenn man da erst was sieht oder entdeckt ist es eh zu spät zu reagieren .. daher IMMER möglichst weit nach vorne :)
      Lotsche / Mario


      08.05.18 - Rijeka - s.t.e.i.l.
      25.09.18 - HHR 300 Meilen - Speer | R1-Community TEAM 1


    • Also jetzt mache ich mir mal wieder Freunde auf allen Fronten:

      Nach 20 Jahren XJR Fahren bei allen Bedingungen, 15 Jahren Supermoto auf Straße und Renne und etlichen Enduro Runden bilde ich mir ein extrem gut mit den verschiedenen Problemen beim Bremsen in Schräglage klar zu kommen.

      Und eins ist da klar: Da gibt es keine allgemein gültige Lösung. Bei Trockenem Untergrund z.B. ist das eine der ganz wenigen Moment bei denen ich die Hinterbremse benutze, gerne auch bis zur Blockiergrenze. Die ist in solchen Situationen bei der Sumo schon durch die Motorbremse erreicht. Geht es nicht weiter mit dem Drücken, wird aufgestellt und der Stoppie eingeleitet (klingt doof ist da aber wirklich so, dank anderer Linie, Gewicht und krasser Verzögerung) . Auf der R1 ist der erste Blick in Richtung Gegenverkehr. Den auf dem Bike ist die weitere Linie die sicherste Option (wenn man richtig unterwegs ist)
      Auf Nassem ist alles wieder ganz anders. Nichts ist schlimmer als mit dem Kopf auf Stoßstangenhöhe durch den Gegenverkehr zu fliegen.

      Und was ich eigentlich sagen will:
      Mit meiner 17 er Superduke geht das so: Einfach volle Kanne bremsen.
      Wenn es physikalisch möglich ist hält das Kurven-ABS sogar die eingeschlagene Linie, unglaublich was das System kann.
      Jetzt verstehe ich auch warum so viele S1000R aus der ersten Generation auf der Renne beim anbremsen abfliegen. Die haben sich am Vordermann mit 2015 aufwärts Modell orientiert nur haben sie kein Kurven ABS.....
    • Das hat nichts mit der Kette zu tun, sondern mit der Gewichtsverteilung Vo/Hi.

      Viele der ganz schnellen Jungs benutzen die Hinerradbremse beim Rausbeschleunigen, ich denke das sagt einiges über die Funktion für die Balance des Bikes.

      Ich selber bin da viel zu bewegungsidiotisch am Fuß, um das geregelt zu bekommen.

      Mein Typ: Slalomfahren am Parkplatz, am besten im Nassen, und dabei jeweils am Scheitelpunkt das Hinterrad bis zum Ausbrechen langsam verzögern
    • David... :D Vielleicht fährst du aber auch zuviel Lorenzostyl... :D und machst dir zu oft, zu viele Gedanken. :D

      Hast du stompgrids dran?

      Mach doch erstmal z.h. eine trockenübung. Setzt dich aufs bike und tue so als ob du eine Kurve anfährst. Hände wirklich nur leicht um die Griffe gelegt. Tust dann so als würdest du anbremsen also innere Oberschenkel zusammen drücken um dadurch die Hände etwas beim bremsen entlasten. Dann bremse langsam lösen dabei etwas vom Tank weg nach hinten und zu der Seite rutschen um die die Kurve geht.

      Dann quasi das gesamte Gewicht über den kurvenäusseren Oberschenkel am tank abstützen und die Griffe weiterhin nur locker in der Hand halten.

      Dein gaszugspiel passt aber,oder?
      Wenn das zu groß ist kann es dir auch die Linie verhahageln.
    • zwecks deiner kette - eigentlich glaube ich wie Sascha nicht daran das es an ihr liegt ....Aber falls doch könnte es daraufhin deuten das deine kettenspannern nicht passt, oder dein federbein unterdämpft ist, die federn zu hart oder zu wenig negativ federweg ....Dann wäre es gut wenn du einen fahrwerkspezialisten aufsuchst... :laugh1: :ae:

      Was auch sein kann falsche Übersetzung bzw. Zu grosses kettenrad weil sich dadurch die hebel Verhältnisse ändern. Glaub ich aber auch noch nicht.

      Wie gesagt denke es ist ein anwederfehler. Das die Kette bei Gas zu drehen nicht mehr unterspannung steht ist übrigens normal geht ja dann in den schiebezustand weil du vorne bremst und dein hr schneller als das vr drehen möchte.

      Wenn das wirklich ein Problem ist....gebe ich Sascha wieder recht...ein leichtes mitbremse an der Hinterhand schafft da Abhilfe.